Dr. Iwan Nantschev

Alter, Schwäche und Stärke

 

Wir werden älter

 

Wenn wir älter werden verlieren wir an Leistungsfähigkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Der wichtigste Bestandteil körperlicher Fitness ist jedoch Kraft. Ab dem 40. Lebensjahr setzt ein allmählicher Muskelabbau ein und je älter man wird, desto schneller schreitet der Verlust an Muskelmasse voran. Viele Krankheiten wie Rücken- Knie- und Schulterschmerzen, Osteoporose sowie Verletzungen nach Stürzen hängen unmittelbar mit körperlicher Schwäche und schwacher Muskulatur zusammen. Bluthochdruck, Diabetes, hohes Cholesterin und Übergewicht können durch Stärkung der Muskulatur positiv beeinflusst werden und häufig sogar besser als durch Medikamente behandelt werden.

 

Fast jeder Mensch kann stärker werden

 

Krafttraining ist nicht nur für Jüngere. Genau das Gegenteil ist der Fall: je älter man wird, umso wichtiger ist es, körperlich stark zu sein. Je mehr Muskulatur ein Mensch (egal wie alt er auch ist) besitzt, umso widerstandsfähiger ist er gegen Erkrankungen oder Verletzungen. Können Sie (noch) selbstständig aus einem Sessel aufstehen, einen Einkaufskorb in den Kofferraum laden und die Arme über Kopf heben? Dann können Sie stärker werden.

 

Normale Bewegungsmuster trainieren

 

Sich hinzusetzten oder hinzuhocken und wieder aufstehen, etwas über Kopf zu stemmen, einen Gegenstand vom Boden hochzuheben - dies sind natürliche Bewegungsmuster, die jeder von uns Tag ein Tag viele Male ausführt (ausführen muss). Diese Bewegungsmuster sind hochkomplex und erfordern den Einsatz fast aller Muskeln des Körpers. Wenn man etwa einen Gegenstand vom Boden hochheben muss, erfordert dies den Einsatz unserer gesamte Muskulatur (Beine, Rücken, Bauch, Brust, Schulter, Arme, Hände etc.) und darüber hinaus trainiert man ungewollt auch sein Gleichgewichtssinn (sonst würde man ja umfallen).

Auf Basis dieser drei Bewegungsmuster ist ein einfaches, sicheres und effektives Krafttraining für alle Altersgruppen möglich.

 

Näheres folgt dann im nächsten Teil meines Blogs. Bis bald! 

Sarkopenie

Warum Muskelschwäche so gefährlich ist und was man am besten dagegen tun kann.

 

Einleitung

Der Verlust an körperlicher Kraft ist ein Phänomen, das jeden Menschen mit dem Älterwerden betrifft.

Der medizinische Begriff „Sarkopenie“ (eine Wortschöpfung aus dem Griechischen: sarx steht für „Fleisch“ und penia für „Mangel“) bezeichnet die Abnahme bzw. den Mangel an Muskelmasse und Muskelkraft.

Dies führt vor allem mit zunehmendem Alter zu mannigfaltigen Problemen: Knochenmineralverlust (Osteoporose), Verlust des Gleichgewichts und der Koordination, Gefahr von Stürzen und Knochenbrüchen. Der zusätzliche Mangel an körperlicher Bewegung in Verbindung mit einer sitzenden Lebensweise führt zu Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder Einschränkungen im Bewegungsapparat (fast jeder über 40 klagt irgendwann über Rücken- und Knieschmerzen). Die Folgen sind ein allmähliches Abgleiten in einen „chronischen Krankheitszustand“ und ein Verlust an Lebensqualität.

 

Körperliche (Muskel)Kraft ist eine der wichtigsten Eigenschaften unseres Lebens.

Kraft beeinflusst unsere Leistungsfähigkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Flexibilität, Koordination, Gleichgewicht – also alle Aspekte der körperlichen Fitness.

 

Wie kann nun Muskelabbau verhindert werden?

Nun, die Antwort ist relativ einfach:

Regelmäßiges Krafttraining, eiweißreiche Ernährung und ausreichende Regeneration

Medikamente, die den Muskelaufbau fördern (anabole Steroide) haben schwerwiegende Nebenwirkungen und sind als Dopingmittel geächtet.

 

Im nächsten Teil meines Blogs werde über die Grundaspekte eines effektiven Krafttrainings schreiben und wie es mit einfachen Mitteln gelingen kann, rasch effektiv und sicher stärker zu werden.

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